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Ulli im Glück - Die phantastische(n) Geschichte(n) des talentierten Mr. Ulli Lommel

 

Entstehungsgeschichte

Vielleicht fragt sich jemand, warum ich in Zeiten der weltweiten Kriege,  brutalen Terroranschläge und der uns drohenden verheerenden Handelsabkommen TTIP und CETA ein Buch über den relativ unbekannten Regisseur und Schauspieler Ulli Lommel geschrieben habe.

Die Antwort ist, dass Menschen wie Ulli Lommel, die in einem eigenen Kosmos leben und mit ihren Mitmenschen und dem Weltgeschehen nichts zu tun haben wollen, mMn. bedingt mitverantwortlich sind an diesen Desastern, weil sie nichts unternehmen, um das Bewusstsein ihrer Bewunderer zu verändern.

Getrieben von ihren Ängsten, arm und unbekannt zu sein, hecheln solche Typen dem Ruhm und Reichtum hinterher, ohne sich für die Schicksale ihrer Mitmenschen und das Weltgeschehen zu interessieren. Die schrecklichen Ereignisse auf diesem Planeten werden von Männern wie Lommel in ihren Arbeiten nicht zum Thema gemacht. Es wird auch nicht versucht, den Sinn des Lebens, Wege zu einer glücklichen Lebensführung oder andere hilfreiche und sinnvolle Alternativen zu diesen täglichen Gräueln aufzuzeigen. Stattdessen werden z.B. Horrorfilme mit der Handkamera produziert, um wenigstens durch DVD-Verkäufe einen kleinen Gewinn zu realisieren. Ulli Lommel denkt wie einer dieser Hollywood-Mogule in den 30ern, der damals zu einem engagierten Regisseur sagte: "Ein Film braucht keine Botschaft. Wenn du eine  übermitteln willst, verschicke ein Telegramm."

"Künstler" wie er lesen keine Bücher, sondern "Gala" und "Bunte". Sie haben keine Ahnung von Philosophie und beschäftigen sich nicht mit dem Sinn des Lebens. Und wie könnte jemand von Empathie, Emotionen oder geistiger Nähe erzählen, dessen eigenes Liebesleben ein Desaster ist? Männer wie Ulli Lommel paaren sich für kurze Zeit mit egomanischen, mehr oder minder bekannten Girls, die Lommel & Co.  als Karrieresprungbrett benutzen wollen und die in der Öffentlichkeit die Rollen von begehrenswerten Traumfrauen zu spielen versuchen. Aber im Alltag kläglich scheitern, weil sie noch nicht einmal ein Spiegelei braten können bzw. wollen.

Der Sex dieser meistens abgemagerten, dürren Gestalten verkommt zu einem mechanischen Austausch von Körperflüssigkeiten, ohne jede Phantasie, Kreativität und - vor allem - ohne jede echte Emotion.
Nach kurzer Zeit beenden sie diese albernen "Beziehungs"spiele und "reißen sich die nächste auf" - wie Lommel es ebenso treffend wie erschreckend primitiv formuliert. Ein Sichkennenlernen, Intimität oder gar eine Berührung des Geistes und der Herzen haben in der kurzen gemeinsam verbrachten Zeit nicht stattgefunden. Man erwartet das nicht, kann es nicht und will es auch nicht.

Bei Gesprächen solcher "Paare" geht es ausschließlich um das Kommentieren der Kleidung, der öffentlichen Auftritte und um Geld. Oder um das Bejubeln neuer Projekte, die beweisen, wie "toll" man ist. Ist man einmal verschiedener Meinung, verlässt man getrennt das Haus, besäuft sich, fickt eine andere Gespielin bzw. eine Nutte oder amüsiert sich einfach mit Freunden. Danach ist man wieder gut gelaunt und hat die kleine Dissonanz vergessen. Diese nie stattfindende Auseinandersetzung mit dem Anderen ermöglicht es, dass man sich nach dem unvermeidlichen Ende eines solchen gemeinsamen Lebensabschnitts mit der gleichen freundlichen und oberflächlichen Höflichkeit wie vorher auf "Events" begegnen kann, als hätte es eine Beziehung nie gegeben. Was in Wirklichkeit auch so ist.
Zwar gibt es fest gezurrte Machtstrukturen auf diesem Planeten, die von gleich geschalteten Medien und roboterhaft agierenden Polit-Propagandisten geschickt getarnt werden und die kaum noch aufzubrechen sind. Aber sobald man wie Ulli Lommel die Möglichkeit hätte, ein größeres Publikum zu erreichen, sei es durch Film, Fernsehen, Radio oder Bücher, ist es immer einen Versuch wert, diese Verhältnisse aufzudecken und anzuprangern. Stattdessen werden solche Gelegenheiten durch ermüdende Selbstbeweihräucherung vergeudet.

Künstler sollten die Funktion des Hofnarren übernehmen, der den Herrschenden wie in den Shakespearianischen Königsdramen ungestraft die Wahrheit ins Gesicht sagen durfte. Ulli Lommel aber versucht wie die meisten dieser in Wirklichkeit unglaublich langweiligen Menschen ohne Ecken und Kanten "Everybody´s Darling" zu sein. Immer nur das Mainstream-Gedankengut zu verkünden, stets die Aussagen seiner Gesprächspartner zu bejahen und bei jeder Gelegenheit dieselben einstudierten Anekdötchen aus seinem Leben zu erzählen. Um ja keine Reibereien zu erzeugen und dadurch eventuell die Sympathie seines Gegenüber oder ein Engagement zu verlieren.
Wenn ständig in den Medien präsente Schauspieler, Sänger, Fernsehkomiker, Fußballer, Models und sonstige "Idole" unserer Zeit die Rolle des immer lächelnden, harmlosen Clowns in der Öffentlichkeit erfolgreich spielen, wird ihnen irgendwann ein Fernsehpreis oder ein "Bambi" verleihen. Sie begreifen nicht, dass man damit ihre völlige Unbedarftheit, Harmlosigkeit und - Bedeutungslosigkeit belohnt.

Das ganze innere Elend einer solchen nur auf Schein basierenden, vom Goodwill anderer abhängigen Existenz anhand einer dieser angstbesetzten, traurigen und in Wirklichkeit sehr einsamen Figuren zu beschreiben, die fatalerweise von den Medien zu "Prominenten" hochstilisiert werden, reizte mich.

Deswegen habe ich "Ulli im Glück" geschrieben.

 

Zum Inhalt:

"Ulli Lommels ´Daniel der Zauberer` schafft es in die Tele-5-Show ´SchleFaZ`, in der Oliver Kalkofe und Peter Rütten mit scharfzüngigem Humorbesteck die ´schlechtesten Filme aller Zeiten` zerlegen. Dieser Film ist eine ´neue Dimension` des schlechten Geschmacks und der völligen Talentlosigkeit: Oliver Kalkofe und Peter Rütten haben diesen grottenschlechten, jeden Intellekt beleidigenden Schund-Film gesichtet und ver-SchleFaZ-t! Am 09.09.2016 bewegen sich die beiden SchleFaZ-Spezialisten in dem Jahr, ´in dem in Deutschland die natürlichen Grundlagen für gute Popmusik kaltblütig ge-tötensent wurden`. Genau: DSDS, 2002. Teilnehmer u.a.: Daniel Küblböck. Und genau der ist Hauptdarsteller in diesem „in mehreren internationalen Abstimmungen bestätigten, tatsächlich ´schlechtesten Film aller Zeiten`. Ulli Lommels Werk passt also wie die Faust aufs Auge in die Show und deshalb präsentieren Oliver Kalkofe und Peter Rütten diesen Film sogar als TV-Weltpremiere!" (Zitat der Pressemitteilung für eine Folge der TV-Show "SchleFaZ" auf Tele 5.)

 

Was der "talentierte Mr. Lommel" bestimmt als großen persönlichen „Erfolg“ feiert. Bei der ihm eigenen Selbstüberschätzung werden ihn selbst die bösartigen Kommentare von Oliver Kalkofe zu seiner Stümperei kaum berühren. Originalton Kalkofe: „´Daniel der Zauberer` ist ein erbärmliches Desaster. Der hat irreparabel einen an der Trommel, der Lommel. Der Film kann nur von einem fünfzig Jahre kokainabhängigem Wrack stammen. Ich habe nie gedacht, dass Menschen zu so einem toxischen Trash fähig sind. Alleine die Regiefehler zu besprechen ist eine Aufgabe wie die Bibel ins Althebräische zu übersetzen. Das Machwerk ist eine filmische Jahrtausendjauche. Lommel gehört offensichtlich zu den Menschen, die an Träume glauben, die zu Albträumen aller anderen werden.“

 

Was für ein Mensch dieser „Albtraumerzeuger“ in Wirklichkeit ist, versucht der Autor in diesem Buch herauszuarbeiten. "Ulli im Glück" ist deshalb sicher keine der üblichen Künstlerbiografien. Das Leben des Protaganisten ist ein Beispiel für das Leben eines Menschen, der Ruhm, Reichtum und künstlerischer Anerkennung hinterher jagt und dabei wie "Hans im Glück" in dem Grimmschen Märchen seinen Goldklumpen verliert. In Ulli Lommels Fall bedeutet das seine Authentizität, Empathie und sein Mitgefühl. Der Autor erzählt die in Wirklichkeit tragische Geschichte eines immer lächelnden Mannes, der ständig die Rolle "Everybody´s Darling" spielt und dabei seinen Bezug zur Realität, seine Glaubwürdigkeit und seine Bewusstheit verloren hat. Seine Gier nach den Phantomen der Unbewussten zwingt ihn, geradezu manisch und ohne Rücksicht auf andere Beteiligte immer weiter dilettantische Trash-Filme und - Theaterstücke zu produzieren, um durch gelegentliche Medienauftritte seine "15 Minuten Ruhm" (Andy Warhol) zu erhalten und - vor allem - immer wieder die leichtgläubigen Frauen erobern zu können, die in seinem cineastischen Schund als Darstellerinnen missbraucht werden.

 

Obwohl wirklich alle seine Produktionen gnadenlos von den Kritiken sowohl der Experten des Feuilletons als auch der Film- und Theaterfans zerrissen werden, macht er getrieben von seiner Gier nach seinen Illusionen und Frauen rastlos weiter. Ohne zu begreifen, dass jede Gier immer Angst erzeugt und Angst erzeugt Misserfolg. Ein Teufelskreis, aus dem es für Ulli Lommel kein Entrinnen mehr gibt, weil er es wie Dorian Gray krampfhaft vermeidet, sich sein wahres Gesicht, seine "true colors" anzuschauen ...

Blick ins Buch
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